Station 1
Der Dorfplatz

Tafel 1 - Geologie

Der Raum Redlschlag im südlichen Burgenland liegt im Bereich des Bernsteiner Hügellandes und gehört geologisch zur Zentralzone der Ostalpen. Das Gebiet ist geprägt von metamorphen Gesteinen wie Glimmerschiefer, Paragneis und Amphibolit, die durch hohen Druck und Temperatur während der alpinen Gebirgsbildung entstanden sind. Diese Gesteine enthalten eine Vielzahl an Mineralen und kleinen Erzlagerstätten, die für die Region von historischem Interesse sind.

Tafel 2 - Archäologie

In den 1970er Jahren wurde am Ochsenriegel ein spätbronzezeitliches Messer (1000 v. Chr.) gefunden. Das Messer stammt aus einer Bergbauhalde und wurde dort vor rund 3000 Jahren beim Abbau von Kupferkies von einem Bergmann verloren. Ähnlich alte Funde (aus der Bronzezeit) sind aus Ungerbach, nordöstlich des Ochsenriegels, bekannt.

2023 und 2024 wurde in Redlschlag eine archäologische Verdachtsfläche untersucht. Dabei wurden insgesamt vier annähernd kreisförmige Öfen dokumentiert. Im Umfeld wurden Brandschichten, Ofenwände, Keramikfragmente, schlackeartige Konkretionen und Gesteinsglas gefunden.

Tafel 3 - Historischer Bergbau

Im Mittelalter war der Kupferbergbau eine aufwändige und gefährliche Arbeit, die viel Erfahrung und Muskelkraft verlangte. In Regionen wie Redlschlag bei Bernstein im Burgenland folgten Bergleute den sichtbaren Erzadern im Gestein. Mit Schlägel und Eisen – einfachen, aber robusten Werkzeugen – trieben sie Schächte und Stollen in oft harte Gesteinsschichten. Dabei arbeiteten sie unter extremen Bedingungen: wenig Licht, schlechte Luft, enge Gänge und ständige Einsturzgefahr waren alltäglich.

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