
Station 4
Neuzeitlicher Bergbau am Steinstückl
Der Bergbau in Redlschlag, insbesondere im Bereich des „Steinstückls“, ist eng mit bedeutenden mineralischen Vorkommen verknüpft. Hier finden sich Quarz, Kupferkies, Buntkupferkies, Pyrit sowie die wertvollen Sekundärminerale Malachit, Azurit und Limonit. Entdeckt wurden diese reichhaltigen Lagerstätten von Leopold Klima, der bereits seit 1907 Probeschürfe in der Region durchführte. 1915 erfolgte die Wiedereröffnung eines historischen Bergwerks rund 600 Meter südwestlich der Kapelle von Redlschlag. In der Umgebung wurden alte Stollen und Haldenmaterial gefunden, was auf frühere Bergbauaktivitäten hinweist. 1918 berichtete Klima von zwei Stollen, und 1925 prophezeite man dem Bergwerk aufgrund vielversprechender Erzanalysen eine ertragreiche Zukunft. Doch trotz der anfänglichen Hoffnung blieb der wirtschaftliche Erfolg aus, und die letzte Probeentnahme stammt aus dem Jahr 1938. Laut einer Analyse aus dem Jahr 1938, die in der Geologischen Bundesanstalt in Wien vorliegt, enthält das Erz von Redlschlag zwischen 2,21 % und 4,23 % Kupfer (Cu).